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Staatliche Europa-Schule Berlin
Deutsch-Türkisch


Aziz Nesin İlkokulu

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Schule

Konzept der Schule

 

Konzept der Staatlichen Europaschule Berlin (SESB)

Deutsch-Türkisch ist eine der Sprachkombinationen, die neben Deutsch-Englisch, -Französisch, -Russisch, -Spanisch, -Italienisch, -Griechisch, -Portugiesisch, -Polnisch im Rahmen der Staatlichen Europaschule Berlin (SESB) angeboten werden.

Rahmenbedingungen

Für die SESB ist die Bestimmung der Zuweisung zu der Grundschule des Schuleinzugsgebietes aufgehoben. 24–26 -Kinder pro Klasse gelten als Richtzahlen für die Klassenfrequenz. Davon soll die eine Hälfte Deutsch, und am deutsch-türkischen Standort die andere Hälfte Türkisch als Muttersprache sprechen. Das Los entscheidet, wenn mehr Schüler und Schülerinnen angemeldet werden als Plätze zur Verfügung stehen.
Die SESB ist Teil der Berliner Schule und damit gelten auch die Rahmenlehrpläne für Unterricht und Erziehung. Diese Vorgaben werden an die spezifischen Bedingungen an der Europaschule angepasst, um verstärkt mit den Sprachkombinationen verbundene interkulturelle Inhalte in den Unterricht aufzunehmen.
In der 5. Klasse beginnt der Unterricht in einer weiteren Sprache, für den deutsch-türkischen Standort ist das Englisch.
Die Kontinuität des bilingualen Sprachlernprozesses ist von der 1. Klasse bis zum Schulabschluss in der Sekundarschule, z.B. mit dem Abitur, sicher gestellt.

Deutsch und Türkisch als gleichberechtigte Partnersprachen

"In der SESB sollen Kinder unterschiedlicher Muttersprachen gemeinsam -lernen. In jeder Klasse begegnen Kinder einander in zwei Sprachen, um allmählich eine zweite Sprache zu verstehen, zu lesen und zu sprechen. Ihre Muttersprachen sind gleichberechtigte Partnersprachen."
(Inge Sukopp: Pädagogische und grundschuldidaktische Grundlagen der SESB, 1996)
Grundlage des Sprachkonzepts der Deutsch–Türkischen Europa–Schule ist, dass 50% des Unterrichts in Türkisch, durch einen Lehrer/eine Lehrerin mit der Muttersprache Türkisch und 50% in Deutsch, durch einen Lehrer/eine Lehrerin mit deutscher Muttersprache, erteilt wird. In der Hälfte der Unterrichtszeit werden die Kinder in ihrer jeweiligen Muttersprache und in der anderen Hälfte in der Partnersprache unterrichtet.
Der Beginn in der 1. Klasse bedeutet ein frühes Heranführen an eine andere Sprache bzw. frühe Stärkung und Weiterentwicklung der Zweisprachigkeit bei den bilingualen Kindern. Am Ende der 4. Klasse sollen Hörverstehen, Sprech-, Lese- und Schreibfähigkeiten in der jeweiligen Partnersprache soweit gesichert sein, dass alle Kinder am Fachunterricht (Erdkunde, Geschichte, Politische Bildung, Naturwissenschaften in Türkisch — Mathematik in Deutsch) teilnehmen können.
Für den Unterricht ist das angemessene Verhältnis von natürlichem und unterrichtlich gesteuertem Spracherwerb von zentraler Bedeutung. Inhalte des Partnersprachunterrichts ergeben sich aus der spontanen Kommunikation im Schulalltag ebenso wie aus der Auseinandersetzung mit den Inhalten der verschiedenen Fächer. Sachlernen ist immer auch Sprachlernen, insbesondere wenn es um den Erwerb der Zweitsprache geht. Die Motivation, eine fremde Sprache im Unterricht zu lernen, ist immer dann am größten, wenn ihr Gebrauchswert erkannt wird, es konkrete Notwendigkeiten gibt, Dinge richtig zu benennen und Prozesse richtig beschreiben zu müssen.

Interkulturelle Erziehung

Die enge Verbindung von Sprache und Kultur in ihrer Bedeutung für interkulturelles Lernen ist übergeordnetes Ziel und fordert Verständigung, Kommunikation und ein Aufeinanderzugehen heraus. Schwerpunkt des Unterrichts ist das gegenseitige intensive Kennenlernen des anderen sprachlich–kulturellen Hintergrundes, das Wecken von Neugier und Verständnis für andere kulturelle Orientierungen und ein selbstverständlicher, von Akzeptanz und Respekt bestimmter Umgang mit kultureller Vielfalt. Der Erwerb von interkultureller Kompetenz wird als wichtige zukunftsträchtige Schlüsselqualifikation angesehen.

Neue Perspektiven für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern

Welche Chancen eines neuen Verständnisses von Schule und Unterricht werden durch das interkulturelle Sprachkonzept der SESB für die beteiligten Gruppen — die Schülerinnen und Schüler, die Lehrkräfte und Eltern ermöglicht?

Schülerinnen und Schüler

An der SESB sind Kinder ohne Deutschkenntnisse willkommen und ihre Muttersprache steht gleichwertig neben dem Deutschen. Die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen kulturellen Orientierungs- und Deutungsmustern bestimmt die Kommunikation in der Klasse. Alle Kinder erfahren, dass beide Sprachen wichtig sind und dass sie miteinander und in gleicher Weise voneinander lernen können.

Lehrkräfte

In jeder Klasse unterrichten Lehrkräfte in deutscher und Lehrkräfte in türkischer Sprache als gleichberechtigte Kolleginnen und Kollegen. So entsteht ein bilinguales und bikulturelles Kollegium. Bikulturalität und Zweisprachigkeit sind mit den Lehrkräften als Kultur- und Sprachvermittler personifiziert. Die Schülerinnen und Schüler haben in den Lehrkräften, die ihre Muttersprache sprechen Repräsentanten ihrer Kultur und Sprache, mit der sie sich identifizieren und auseinandersetzen können. Für die deutschstämmigen Schülerinnen und Schüler sind die mit Autorität und Kompetenzen ausgestatteten Lehrkräfte türkischer Muttersprache wichtige Ansprechpartner im interkulturellen Dialog.

Eltern

Eltern mit türkischem Hintergrund finden in den türkisch–muttersprachlichen Lehrkräften Ansprechpartner, die ihre Sprache sprechen und das kulturelle Norm- und Wertgefüge kennen. Für sie bietet das bilinguale Modell eine Chance, sich stärker in die deutsche Schule -einbringen zu können und die Zweisprachigkeit ihrer Kinder zu erhalten und weiter zu entwickeln. Auch deutschstämmige Eltern sehen in einer Schule, die Zweisprachigkeit und interkulturelle Kompetenz als zukunftsträchtige Qualifikation betrachtet, neue Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten für ihre Kinder. Eltern bringen sich an der SESB in vielfältige schulische und unterrichtliche Situationen ein und suchen das Gespräch mit den Lehrkräften.

 

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